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... das Zupforchester Schneverdingen

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Saitenwind und SaitenFreunde

Auf der Suche nach den Spessarträubern
Im Jahr 2013 erhielt das Zupforchester Saitenwind Besuch von den Mandolinenfreunden aus Heimbuchenthal. Fast zwei Jahre später war nun die Zeit für einen Gegenbesuch gekommen. Gemeinsam mit dem Nachwuchsorchester SaitenFreunde begaben sich die Musiker von Saitenwind am letzten Oktober-Wochenende auf den Weg in den Spessart. Kutscher Helmut Schankat vom Busunternehmen Lange hatte seine Pferdestärken frühzeitig in Stellung gebracht, so dass die "Postkutsche" pünktlich und bei Sonnenstrahlen gen Süden starten konnte. Ohne Stau konnten alle Mitreisenden am späten Nachmittag Quartier beziehen und gemeinsam das erste Abendessen mit Wildschwein oder Schnitzel genießen.

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Tobias Grieser wurde an diesem Abend für seine fünfjährige Mitgliedschaft bei Saitenwind geehrt. Er ist neben Marina Weber, die leider nicht mitreisen konnte, Gründungsmitglied der SaitenFreunde.

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Vorsichtig stellte sich der eine oder andere Mitreisende in der Nacht die Frage, ob man wohl auf die legendären Spessarträuber treffen würde. Sollte das morgendliche Glockenläuten der nahe gelegenen Kirche, welches bereits um sechs Uhr die Reisenden weckte, ein Omen sein?
Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhr man zunächst zu einer Stadtführung nach Aschaffenburg. Hier gingen große und kleine Füße thematisch getrennte Wege. Die Saitenwind-Spieler und die mitreisenden Erwachsenen begaben sich unter dem Motto „Moi Ascheberg“ auf eine klassische und sehr interessante Führung durch die Geschichte in der Altstadt Aschaffenburgs. Für die SaitenFreunde galt es "Fürsten, Pfaffen und allerlei Handwerksleut'" kennen zu lernen. Ausgangspunkt war für beide Führungen das bereits 400 Jahre alte Schloss Johannisburg, welches selbstbewusst über den Ufern des Mains thront.

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Schloss Johannisburg mit einem uralten Ginkgo-Baum

Anschließend blieb genug Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder ein wenig shoppen zu gehen, bevor es durch herbstlich bunte Wälder durch das Maintal wieder zurück ins Hotel nach Eschau-Hobbach ging. Dort blieb nur kurze Zeit zum Verweilen, da die Spessartfreunde zur gemeinsamen Probe und einem anschließenden Spessartbuffet ins Trachtenheim Heimbuchenthal eingeladen hatten. Zunächst galt es, den Berg mit seiner sechzehnprozentigen Steigung zu erklimmen, um überhaupt zum Veranstaltungsort zu gelangen. Für manchen Flachlandbewohner war dies doch ein einmaliges Erlebnis. In geselliger Runde wurden die Orchester durch die Dirigenten Sabine Geis und Joachim Wielert auf die gemeinsamen Musikstücke vorbereitet. Spontan wurde in der Probe ein gemeinsamer Auftritt des Heimbuchenthaler Jugendorchesters und der SaitenFreunde erarbeitet.

Der Samstag stand bei sonnigem aber doch frostigem Wetter zunächst im Zeichen von verschiedenen Freiluftaktivitäten. Ein Teil der Gruppe begab sich auf den Weg zum „Wirtshaus im Spessart“ und besuchte das nahe gelegene Schloss Mespelbrunn. Bei einer Führung wurde die Geschichte des Schlosses, welches ohne den Film mit Liselotte Pulver wohl nicht seine Bekanntheit erlangt hätte, sowie das Inventar vorgestellt. Anschließend stärkten sich alle bei Kaffee und Kuchen.

Ein anderer Teil der Zupfer bewies Geschick und Ballgefühl auf dem Adventure-Golfplatz „Räuberland“. Trotz der Nähe der Spessartwälder konnten jedoch auch hier keine Räuber gesichtet werden. Dies war aber auch gut so - war beim Spielen auf den 18 Golfbahnen, die zum Teil auch Hindernisse wie Wasserläufe oder enge Röhren hatten, doch volle Konzentration gefordert. Am Ende gab Dirigent Joachim Wielert auch hier mit der geringsten Schlagzahl den Ton an.

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Nach einer Mittagspause und einer einstündigen Probe wurden die Pferde bereits wieder gesattelt, um erneut den steilen Berg hinauf zum Trachtenheim in Angriff zu nehmen. Dort standen letzte Absprachen und das Einspielen für das Konzert an.

Auch das Einspielen kann für Erheiterung sorgen!

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Vor 150 begeisterten Besuchern erlebten die ca. 50 Zupfmusiker ein beeindruckendes Konzert. Zunächst begannen die SaitenFreunde mit ihrem Geburtstagsstück, da auch die Spessartfreunde in diesem Jahr Geburtstag feiern. „Star Wars“ und die Performance der SaitenFreunde bei dem Ohrwurm  „Nassau Bound“ (Sloop John B.) zauberten sowohl bei Spielern als auch bei den Zuhörern ein breites Lächeln ins Gesicht.

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Eine Premiere war das gemeinsam von Saitenwind und SaitenFreunden dargebotene „Fünf Stücke aus Gyermekeknek“ (Bela Bartok, Bearbeitung Gustav Gletzke). Saitenwind führte das Programm mit „ Recuerdos de la Alhambra“ und dem „Tanzstück für Zupforchester“ (Cesar Bresgen) fort.

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Ein Höhepunkt war die von den beiden Jugendorchestern gespielte Titelmelodie aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

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Die Musikfreunde aus Heimbuchenthal sorgten mit ihren Stücken für eine weitere Nuance im Konzertverlauf.  Joachim Wielert half dabei dem Jugendorchester der Spessartfreunde bei dem Stück „Happy“ mit dem „Schüttel-Ei“ aus und erfüllte sich damit seinen lang gehegten Jugendwunsch, einmal im Orchester die Percussionfraktion zu bilden.

Das Orchester aus allen Spielern brachte Ohrwürmer wie den "Baby Elephant Walk" oder auch "I will follow him" aus dem Film Sister Act zu Gehör. Tobender Applaus war Lohn genug für die Dirigenten und ihre Spieler.

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Zufrieden aber auch doch sehr müde ging es am vierten Tag bereits wieder nach Hause. Die Spessartwälder verabschiedeten sich mit einem herbstlich bunten Spektakel von den Reisenden. Tja und die Räuber? Nun, die eine oder andere Mütze soll dann doch noch zwischen den Bäumen gesichtet worden sein.

Ein herzliches Dankeschön geht abschließend an unseren Busfahrer Helmut Schankat vom Busunternehmen Lange aus Schneverdingen! Helmut, wir fahren gern wieder mit dir!

Ameisen in Gummistiefeln

Die Orchester Saitenwind und SaitenFreunde hatten sich kürzlich zu einem gemeinsamen Sommerfest im Walderlebniszentrum Ehrhorn verabredet. Dabei hatte nur eine Person wirklich Verspätung – die Sonne. Sie zog es vor, sich hinter dicken Wolken zu verstecken, welche die Teilnehmer noch dazu ordentlich durchnässten. Der guten Laune tat dies keinen Abbruch und so machten sich die Teilnehmer unter der fachkundigen Begleitung von Ursel Westphalen zu einer gut zweistündigen Führung durch den Wald auf.

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Wie kam es eigentlich zu den Sanddünen in der Heide? Welche Tiere leben im Wald und wie alt wird eine Ameisenkönigin? Viele Fragen galt es zu beantworten. Frau Westphalen erklärte unter anderem anhand von Bildern die Entwicklung der Heidelandschaft und den Überlebenskampf früherer Bewohner. Auf einem Abenteuerpfad wurden an die Teilnehmer Augenbinden ausgegeben. Lediglich eine Schnur bot Orientierung bei dem folgenden ca. 200 m langen „Nachtspaziergang“g durch den Wald.

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Auf einem Entdeckerpfad waren die unterschiedlichen Tierarten zu suchen. Interessant waren auch die Bodenausgrabungen, welche die verschiedenen Erdschichten freilegten.

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Beim Tierweitsprungspiel testeten die jüngsten Teilnehmer aus, ob sie so weit wie eine Waldmaus (0,7 m) oder doch eher wie ein Rothirsch (9 m) springen können.

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Zahlreiche Ameisenhügel säumten den Weg. In den besonders bevölkerten Burgen konnten bei dem Regen jedoch auch diese fleißigen Tiere nur in Gummistiefeln arbeiten oder den Regenschirm für die Ameisenkönigin halten. Ein aus Steinen angelegter Irrgarten zeigte den Teilnehmern, wie lang doch plötzlich 500 m sein können. Die Tour endete am Walderlebniszentrum, welches zum Forstamt Sellhorn gehört. Dort wurde dann der Grill angezündet. Aufgrund des weiter anhaltenden Regens, lud „Heide-Ameise“g Jörg Beck die Wanderer in das Hauptgebäude des Walderlebniszentrums ein. Vor dem Essen gab es noch eine letzte Aufgabe für die großen und kleinen Teilnehmer. Der Borkenkäfer sollte anhand einer Kugel auf einem Tuch von einem Baum zum anderen Baum laufen – möglichst ohne von seinen Fressfeinden (dargestellt durch Löcher im Tuch) gefangen zu werden.

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Alle Teilnehmer stärkten sich dann an den mitgebrachten Salaten und Würstchen. Ganz nebenbei beantworteten Jörg Beck und Ursel Westphalen die Fragen der Jugendlichen. Sehr gemütlich und vor allem trocken war es im Gebäude, so dass ein schöner Tag seinen Ausklang fand. Alle waren sich am Ende einig, dass die Führung bei besserem Wetter wiederholt und erweitert werden müsse. Ein herzliches Dankeschön geht an Frau Westphalen und Herrn Beck für ihre tollen Erklärungen und ihre besondere Gastfreundschaft im Walderlebniszentrum Ehrhorn.

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